Auto verkaufen – Gebrauchtwagen in Zahlung geben

Sie haben sich eine neues Auto gekauft und möchten nun Ihren Gebrauchtwagen möglichst schnell und reibungslos verkaufen? Die einfachste Art seinen Gebrauchtwagen zu verkaufen, ist diesen beim Autohändler in Zahlung zu geben. In diesem Fall wird einfach der Wert des Gebrauchtwagens bei der Bezahlung von der Rechnung abgezogen.

Maximaler Komfort: Inzahlungnahme eines Gebrauchtwagen

 

Doch was zunächst gut und einfach klingt, hat meistens einen Haken. Das gilt auch für die Inzahlungnahme eines Gebrauchten beim Autokauf. Einfach ist diese Art des Autoverkaufs – um nichts anderes handelt es sich in diesem Fall faktisch – auf jeden Fall. In der Regel übernimmt der Autohändler alle Formalitäten, wie die Abmeldung des Fahrzeugs. Doch diesen Komfort lässt sich der Autohändler gut bezahlen. So ist es sicherlich einer der finanziell ungünstigsten Variante des Autoverkaufs, seinen Gebrauchtwagen in Zahlung zu geben.

 

Autohändler verdienen bei der Inzahlungnahme gleich doppelt

 

Kein Händler kauft und verkauft Autos aus reiner Menschenliebe. In erster Linie möchten Autohändler so viel Geld wie eben möglich verdienen. Und daran ist auch nichts auszusetzen. Schließlich ist das ihr Job. Im Regelfall bezahlt eine Händler beim Ankauf den Händlereinkaufspreis der sogenannten „Schwacke-Liste“. Dieser Preis liegt deutlich unter dem Verkaufspreis, den der Händler später beim Weiterverkauf erzielen möchte. Für den Händler lohnt es sich also ein Auto in Zahlung zu nehmen. Er verdient dann gleich doppelt. Erstens beim Neuwagenverkauf und zweitens beim späteren Verkauf des Gebrauchten.

 

Prüfen Sie Alternativen zur Inzahlungnahme Ihres Gebrauchtwagens

 

Seien Sie auch Vorsichtig, wenn Ihnen der Händler mehr Geld für Ihren Gebrauchtwagen bietet, als dieser laut „Schwacke-Liste“ wert ist. In diesem Fall hat der Händler meisten sehr viel Spielraum bei der Preisgestaltung, z.B. weil er vom Autohersteller eine Verkaufsförderungsprämie bekommt. Wenn Ihnen ein Händler so zum Beispiel 1000 Euro über Händlereinkaufspreis bietet, reduziert er in diesem Moment faktisch den Preis des Neuwagens um die gleiche Summe. Es kann aber gleichzeitig möglich sein. dass er den Preis des Neuwagens bei Barzahlung – und ohne die Inzahlungnahme Ihres Gebrauchten – um einen noch höheren Wert senken könnte. In einem solchen Fall kann es für Sie günstiger sein, den Wagen nicht in Zahlung zu geben, in vollem Umfang von der Verkaufsprämie zu profitieren und nach einer anderen Lösung für Ihren Gebrauchten zu suchen. Auf jeden Fall sollten Sie unbedingt – idealerweise bei einem anderen Händler –  fragen, was Ihr Wunschauto kosten sollen, wenn Sie kein Fahrzeug in Zahlung geben.