Elektro, Diesel oder Benzin – was ist das Beste für die Umwelt?

Diesel, Benzin oder Elektro – welches Antriebskonzept ist das beste für die Umwelt

Umweltbewusste Autofahrer stehen aktuell oft vor einem Rätsel. Nach dem Dieselskandal und den anhalten Diskussionen um die wirkliche Umweltbelastung durch Elektroautos, weiß kein Mensch mehr wirklich genau, welches Antriebskonzept wirklich das beste für die Umwelt ist.

Kein Auto fährt aktuell ohne CO2 zu produzieren

Letztendlich produzieren alle Autos das für das Klima schädliche CO2. Benziner und Diesel stoßen direkt beim Fahren CO2 aus, Elektroautos verlagern die CO2-Emission an den Ort der Stromproduktion. Da immer noch erhebliche Mengen unserer Energie aus fossilen Energiequellen gewonnen werden, ist auch das Fahren eines Elektroautos leider keineswegs klimaneutral. Lediglich die Atomenergie liefert aktuell Strom in relevanten Größenordnungen, ohne dabei Kohlendioxid auszustoßen. Da der durch die Kernenergie produzierte Abfall jedoch auch noch in zehntausenden von Jahren Strahlungen in tödlicher Dosis produzieren wird, ist Kernenergie allerdings auch als tragfähige Alternative auszuschließen.

Dieselautos haben ihren Ruf als umweltschonende Spritsparer eingebüßt

Grundsätzlich galten Dieselautos über viele Jahre als zukunftsweisend in Hinblick auf ihre ökologische Tauglichkeit. Schließlich benötigen Sie viel weniger Liter an Treibstoff für die gleiche Distanz, wie benzinbetriebene Autos. Auch wenn Dieselautos pro Liter Treibstoff mehr CO2 produzieren als Benziner, passt die Bilanz in Hinblick auf den CO2-Ausstoß. Leider entstehen beim Verbrennen von Diesel jedoch giftige Stickoxide, die zur Ozonbildung beitragen, die Atemluft massiv belasten und zur Krebsentstehung beim Menschen beitragen. Leider hat der Dieselskandal gezeigt, dass die Autohersteller dieses Problem noch bei Weitem nicht in den Griff bekommen haben.

Die Förderung und der Transport von Energieträgern belastet die Umwelt

Auch die Umweltschäden, die bei der Produktion und dem Transport von fossilen Brennstoffen auftreten, sind furchteinflößend. Defekte Öl-Pipelines und die bei Tankerunglücken entstehenden Umweltschäden sind verheerend und nicht in den Griff zu bekommen. Doch auch die Elektroautos sind keine Umweltengel, Silizium und seltene Erden sind ebenfalls nicht ohne Umweltschäden zu fördern. Die Herstellung von Batterien und Akkus kann aktuell ebenfalls nicht völlig ohne Belastung der Umwelt erfolgen.

Elektroautos und Hybride sind das geringere Übel

Dennoch: In den nächsten Jahren werden Elektroautos und Fahrzeuge mit Hybridantrieb die besten Alternativen für unsere Mobilität darstellen. Ziel dabei muss es aber grundsätzlich sein, möglichst viel Energie durch erneuerbare Energien und ohne Belastung der Umwelt zu produzieren.